Urkost: Besser essen-besser leben, ist das so?


Hallo ihr Lieben,

als ich mir dieses Buch auslieh dachte, ich eigentlich es geht um eine gesunde Ernährung. Da ich mich sehr gerne gesund ernähre und “fast” täglich für meine Familie und mich frisch koche, meinte ich in diesem Buch mehr über heimische Kräuter und Pflanzen zu erfahren. Urkost ist aber eine Ernährungsphilosophie mit der ich mich nicht identifizieren kann. Ja, ich gehe im Frühjahr auch auf Wildkräuter suche und Gänseblümchen, Löwenzahn und Co. kommen auch in meine Salat. Ich würde mich aber niemals nach diesem Konzept ernähren. Auch finde ich es für mich widersprüchlich, dass bei dieser Ernährungsform im Winter auf viele exotische Früchte und Gemüse zurück gegriffen wird bzw. werden muss, da ja nur Rohkost auf den Teller kommt und im Winter die Auswahl an heimischem Frischobst und –gemüse eher spärlich ist. Diese Früchte standen unseren Urmenschen hier wohl eher nicht zur Verfügung und in der heutigen Zeit, wo man sowieso mehr auf Regional und kurze Anfahrtswege achten soll passt diese Ernährung meiner Meinung nach auch nicht. Es wird über Natur- und Tierschutz geschrieben. Da passt es doch nicht, dass man auf exotische Früchte zurück greifen muss. Die wachsen hier zu Lande nicht in Wald und Flur, sondern werden über lange Transportwege hierher verfrachtet! Aber das müssen Urkostler mit sich selber ausmachen, da möchte ich über niemanden Urteilen.

Das die Massentierhaltung und Tiertransporte ein großes Problem darstellen ist mittlerweile wohl auch den meisten Menschen bewusst, da muss man auch kein Vegetarier oder Veganer sein. Und ob jemand überzeug davon ist für jede Krankheit eine Impfung haben zu müssen, liegt auch in jedem einzelnen seinem Ermessen. Und die Frage der Verhütung liegt eh meistens in der Hand der Frau. Also vieles, dass in diesem Buch mit äußerst kritischen Worten dargebracht wird bzw. verteufelt wird, muss nicht unbedingt in den Überbegriff “Urkost” fallen.

Persönlich achte ich sehr wohl darauf wo meine Nahrung herkommt, ich kaufe Regional, das wenige Fleisch, dass wir essen ist von unseren eigenen Tieren (keine Massentierhaltung, keine Medikamente!)

In dem Buch wird auch über die Liebe zum Tier gesprochen und dass man diese Tiere nicht ausnutzen darf (Milchkühe, Bienen usw.). Das ist ja sehr rührselig, aber wie viele Leute halten sich ein Haustier für kurze Zeit, weil es ja ach so süß ist und später landen diese Tier dann in einem der vielen überfüllten Tierheime oder auf der Straße. Hat schon einmal jemand gesehen, wie es in den Hundezuchtstationen in Osteuropa aussieht?  Darüber denken wohl die wenigsten nach, dass diese Tiere auch unter enormen Stress leiden oder schon viel schlimmes durchgemacht haben. Massentierhaltung ist natürlich ein trauriges Kapitel in unserer heutigen Zeit, aber sich nur in diese Richtung zu versteifen, wie arm diese Tiere doch sind ist doch ein Tunnelblick den ich nicht nachvollziehen kann.

Mehr möchte ich zu diesem Thema eigentlich nicht sagen, dies ist nur meine Meinung und ich möchte auch niemanden persönlich zu nahe treten. Wem diese Art des Lebens und der Ernährung zusagt, soll es bitte machen!

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