Rezension: Phillipa Ashley–Hinter dem Café das Meer


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Phillipa Aschley – Hinter dem Café das Meer

Roman / Band 1

398 Seiten

Preis: € 10,00 [D] / 10,30 [A]

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:
Träume muss man sich erarbeiten

Türkisblaues Wasser, raue Steilküsten, kilometerlange Sandstrände – der Sommer in St Trenyan/Cornwall hat einiges zu bieten. Leider ist Demi viel zu beschäftigt, um ihn zu genießen. Sie arbeitet als Kellnerin in einem kleinen Strandcafé, um sich und ihren Hund Mitch über die Runden zu bringen.
Dann verliert sie ihren Job – und trifft Cal. Er hat ein Anwesen in der Nähe einer idyllischen Bucht geerbt. Das alte, baufällige Haus und das vernachlässigte Gelände will er in eine Ferienanlage umwandeln, und er braucht dringend Unterstützung. Auf einmal hat Demi wieder Arbeit. Und während sie gärtnert, Wände verputzt und Dachziegel anbringt, träumt sie von ihrem eigenen kleinen Café. Aber auch ihr neuer Chef beschäftigt sie – obwohl der es ihr nicht gerade leicht macht. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Wenn nur Cals Exfreundin nicht wäre, für die er noch Gefühle zu hegen scheint. Als Cal erkennt, was Demi ihm bedeutet, ist es fast zu spät …


Mein Eindruck:

Ich lese ja wirklich alles mögliche, egal ob anspruchsvolle Literatur, spannungsgeladene Thriller oder leichtere Romanlektüre. Um kein Genre mache ich einen großen Bogen. Daher, und auch weil jetzt Sommer ist und es doch nichts schöneres gibt als sich beim Lesen in schöne Gegenden zu träumen, hat mich der Klappentext und auch das Cover gleich angesprochen. Eine romantische Geschichte, mit einer guten Handlung, so habe ich mir das vorgestellt. Leider haben mich am Ende weder die Hauptcharaktere, noch die Umsetzung der Story überzeugen können.

Demi und Cal stecken beide viel Zeit und Arbeit in ihren Traum. Während in Demi auch noch starke Gefühle für ihren Chef aufflammen, scheint dieser in seinem Kummer um seine verlorene Jugendliebe und in den Sorgen, welche ihm die Renovierung der Anlage aufhalsen, gefangen zu sein. Steine werden ihnen in den Weg gelegt und es scheint, dass sie ihr Projekt doch aufgeben müssen. Doch dann wendet sich alles zum Guten und alles fängt an zu laufen. Nur in der Liebe will es nicht so hinhauen wie sich Demi das wünscht, denn auch wenn sich die beiden doch noch näher gekommen sind, gibt Cal seine Gefühle nicht preis. Dann  bekommt die junge Frau ein verlockendes Jobangebot und Cal tut nichts dergleichen, dass er sie für sich haben möchte …..

Natürlich ist in der Geschichte noch einiges Anderes enthalten bis es zu diesem glücklichen Ausgang für die Anlage und der schwierigen Entscheidung für Demi kommt, doch darauf gehe ich nicht näher ein. Auch wenn mir die Umsetzung nicht gefallen hat, möchte ich möglichen Lesern ja nicht alles verraten.

Warum hat mir die Geschichte nicht gefallen? Mir haben die Charaktere einfach nicht angesprochen. Kein einziger! Die Handlung war zu vorhersehbar und bot auch keine wirklichen Überraschungen. Zwar sollten einige dramatische Szenen für Spannung sorgen, doch durch das Offensichtliche im Geschehen war der Nervenkitzel schon vorbei, bevor er richtig begonnen hat. Auch wurden immer wieder Andeutungen zum Leben der beiden Hauptfiguren gemacht, recht vertieft wurden diese Andeutungen dann doch nicht. Besonders zu Cals Vergangenheit blieb einiges offen, was interessant gewesen wäre zu erfahren. Da es sich bei der Geschichte um den ersten Band einer Trilogie handelt, will man wohl potenzielle Leser an der Stange halten. Sprachlich ist der Roman ganz ok, leicht und locker. Ein Held, der zu viele Fragen offen lässt; eine alte Liebe, die eigentlich eine neue Liebe gefunden hat; eine Zicke, die mein über jedem zu stehen; ein lesbisches Pärchen; und eine Heldin, die dafür sorgt, dass alles gut wird. Leider etwas zu viel des Guten, da einfach nur oberflächlich und zu “Happy End” gewollt für alle Beteiligten.

Mein Fazit:

Die Idee für die Geschichte fand ich recht gut, auch wenn sie nicht wirklich neu ist. Informationen nach soll es sich um eine moderne Adaption der Poldark Romane von Winston Graham handeln, die in England wohl sehr bekannt sind und auch verfilmt wurden. Grundsätzlich hab ich kein Problem damit wenn man etwas altes nimmt und mit eigenen Ideen neu erschafft. Das ist wie beim Kochen auch – in dem Buch sind auch Rezepte abgedruckt – man kann ein Rezept einfach mit eigenen Zutaten abwandeln. Doch einfach nur alles mögliche in einen Topf werfen, Deckel drauf und dann kommt was köstliches dabei raus, ist auch nicht immer gewiss. Bei der Umsetzung dieser Geschichte nach einem vorgegebenen Rezept ist leider einiges falsch gelaufen! 


Von mir gibt es für den Roman leider nur Red roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Das Buch wurde vom Dumont Buchverlag auf lb-logo für eine Leserunde zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!



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