Rezension: Diane Chamberlain-Der Tag, an dem wir dich vergaßen


Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Diane Chamberlain – Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Roman

480 Seiten

Preis: € 12,00 [D] / 12,40 [A]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Riley MacPherson nach North Carolina zurück. Jahrelang hat sie diesen Ort gemieden – zu zerrüttet war ihre Familie seit dem Selbstmord ihrer Schwester vor über 20 Jahren. Als Riley ihr Elternhaus ausräumt, findet sie eine Schachtel mit alten Zeitungsartikeln und macht eine schockierende Entdeckung: Lebt ihre totgeglaubte Schwester etwa noch? Was ist damals geschehen? Doch bei ihren Nachforschungen stößt Riley auf eine undurchdringliche Mauer des Schweigens …

Mein Eindruck:

Ein Prolog ist ja so eine Sache. Oft sind diese ersten Seiten so spannend geschrieben, dass man sich als Leser natürlich wünscht, diese Spannung und dieses Niveau während der ganzen Lektüre zu spüren. Bei „Der Tag, an dem wir dich vergaßen“ war dies jedenfalls für mich so. Bereits auf den ersten Seiten empfand ich die Geschichte als sehr fesselnd und ließ mich hineingleiten in das Buch in der Hoffnung am Ende ein vollkommenes Leseerlebnis für mich verbuchen zu können. Leider konnte die Handlung diese anfängliche Spannung nicht halten.
Riley organisiert nach dem Tod ihres Vaters die Haushaltsauflösung dabei viel ihr ein Karton in die Arme. Darin enthalten: alte Zeitungsausschnitte. Sie handelten alle von ihrer Schwester Lisa, die sich vor 20 Jahren das Leben nahm. Riley war damals noch ein Kleinkind und kann sich kaum an ihre Schwester erinnern. Den Berichten nach, soll Lisa jemanden umgebracht haben und gar nicht tot sein. Das schockiert die junge Frau sehr, denn weder ihre Eltern noch ihr großer Bruder, haben jemals derartiges über Lisa erwähnt. Es wurde immer behauptet Lisa hätte Selbstmord begangen. Trotz der Jahre die inzwischen vergangen sind, hat Riley aber immer eine Sehnsucht nach ihrer Schwester verspürt, die sie sich nicht erklären konnte. Ihr Bruder ist ihr keine Hilfe, denn auch er hält an der Selbstmordgeschichte fest. Als aber auch noch das ominöse Pärchen, welches als Dauerbewohner den Campingplatz ihres Vaters besiedeln, behaupten Lisa würde noch leben macht sich Riley auf die Suche nach der Wahrheit. Lebt ihre Schwester wirklich noch, oder ist alles nur ein Irrtum?
Die Geschichte ist auf drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil erzählt Riley aus ihrer Sicht das Geschehen. Hauptsächlich dreht sich darin alles um die Haushaltsauflösung, ihre Zusammentreffen mit dem Bruder und dem Campingpärchen. Eigentlich ist Riley eine sehr nette junge Frau, aber sie hat auch kein Durchsetzungsvermögen. Manches mal war ich regelrecht generv von ihrem unvermögen mal auf den Tisch zu hauen und tacheles zu reden. Ich konnte nicht wirklich verstehen, warum sich Riley sovieles gefallen ließ. Aber im Laufe der Geschichte merkte man dann schon, dass Riley einfach mit der Situation überforder war und sie es mehr oder weniger – auch von anderen – über sich ergehen ließ. Zumindes abschnittsweise hatte sie auch wieder Momente, in denen sie sich gut durchsetzten und behaupten konnte.
Leider war die Geschichte aber doch recht vorhersehbar und man konnte als Leser doch schon viel erahnen was Riley und Lisa betraf. Manchmal schaffte es die Autorin zwar noch, mir als Leser Zweifel an meiner Theorie zu streuen, im Endeffekt kam aber genau das zu Tage, was ich mir schon ziemlich früh gedacht hatte. Das ist an und für sich zwar kein Grund mit einer Geschichte unzufrieden zu sein, doch leider wurde auch die anfängliche Spannung nicht hochgehalten. Die Handlung hatte zwar ein gutes Tempo, wiederholte sich aber doch auf die ein oder andere Art zu sehr. Was mich aber am Ende doch am meisten gewundert hat, wie Lisa 20 Jahre unentdeckt bleiben konnt. Irgendwie war das doch zu einfach!

Mein Fazit:

Eine gute solide Geschichte aus der man durchaus mehr machen hätte können. Ich fand den Spannungsbogen nach dem grandiosen Beginn einfach zu flach gehalten. Insgesammt war die  Handlung auch zu überschaubar und vorhersehbar. Die Charaktere waren ganz ok, bleiben aber nicht wirklich in langer Erinnerung.

Von mir bekommt das Buch 🌹🌹🌹von 🌹🌹🌹🌹🌹

Herzlichen Dank an den HarperColins Verlag für dieses persönliche Leseexemplar!

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