Rezension: Sarah Hilary-Seelenkinder


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Sarah Hilary – Seelenkinder

Thriller

476 Seiten

Preis: € 9,99 [D] / 10,30 [A] / 13,90 [sFr]

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Ein grauenvoller Fund: Im Garten seines Hauses in einer Londoner Neubausiedlung entdeckt Familienvater Terry Doyle einen alten Bunker – und darin, dreieinhalb Meter tief in der Dunkelheit, zwei Kinderleichen. Für das Team um Detective Marnie Rome türmen sich die Fragen auf: Wer waren die Kinder? Warum wurden sie nie als vermisst gemeldet? Welche Rolle spielt Clancy, der verhaltensauffällige Ziehsohn von Terry? Die Begegnung mit Clancy ist für Marnie wie eine Falltür in die Vergangenheit – er erinnert sie an ihren Adoptivbruder Stephen, den Mörder ihrer Eltern. Und als Clancy plötzlich mit Terrys leiblichen Kindern verschwunden ist, ahnt Marnie: Jetzt zählt jede Sekunde.


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Mein Eindruck:

Über tote Kinder zu lesen ist ja so eine Sache. Man weiß nie was einen erwartet. Oft schreckt einen schon allein ab, dass Kinder in einen Thriller involviert sind. Der Klappentext ist zwar recht kurz, enthält aber schon eine recht gute Zusammenfassung über die Story.

Hinter der Geschichte verbirgt sich aber viel mehr als ein grausamer Thriller. Es ist eine Tragödie, was sich da abgespielt hat. Die Kinder, tragische Opfer. All das, wie es zu dieser Tat kommen konnte, wer dieser Tat fähig ist und wieso offenbar niemand etwas unternommen hat, dem kommen Detective Marnie Rome und ihr Team auf die Spur. Anfangs führen die Ermittlungen in eine ganz andere Richtung. Sogenannte “Prepper”, Menschen, welche jederzeit auf jegliche Art von Katastrophe vorbereitet sind, rücken in den Fokus der Ermittlungen. Auch Clancys leibliche Eltern scheinen dieser Gruppierung anzugehören. Der Junge ist diesem Wahnsinn mit seinen einzigen jugendlichen Möglichkeit entflohen: indem er sich quer gestellt hat und aufsässig wurde. So landete er auch bei den Doyles. Durch seine sture, teils aggressive Art, fällt er natürlich auch in seiner Umgebung auf und die Ermittler auch auf ihn aufmerksam.

Zu Beginn der Geschichte hatte ich einen dicken Kloß im Hals. Man erlebt die letzten Stunden der Kinder. Das war schon richtig bedrückend. Die eigentliche Geschichte entwickelt sich aber dann in eine Richtung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Durch abweichende Erzählstränge führt einen die Handlung von den Ermittlungen in eine Psychiatrische Anstalt. Dort erzählt Alice über Esther und die Jungs. Anfangs verwirrend, doch allmählich lichtet sich auch dieser Vorhang. Dadurch ist man den Ermittlern dann auch voraus, gibt der Geschichte aber keinen Dämpfer. Im Gegenteil! Plötzlich ergeben sich neue Erkenntnisse und die ganze Tragödie, welche fünf Jahre vorher seinen unfassbaren Höhepunkt im Leben einer Familie erreichte, tut sich auf.

Mein Fazit:

Ein wirklich gut durchdachter Thriller, in denen es hauptsächlich Opfer gibt. Ja, sowas gibt es tatsächlich, auch Täter können Opfer sein. Was ich damit meine und was dahinter steckt? Postnatale Depression und ihre Auswirkungen, mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten, dafür muss man den Thriller schon selber gelesen haben.

Die Autorin ist mir noch unbekannt, auch wenn es sich bei Seelenkinder bereits um das zweite Buch um Detective Marnie Rome handelt. Es werden zwar einige Dinge aus dem ersten Band angesprochen, doch lässt sich die Geschichte auch ohne Vorkenntnisse zu Rome und den anderen Charakteren lesen. Diese fand ich auch ganz gut gewählt und ausgearbeitet. Ein Team das zusammenarbeitet, deren Ermittlungsarbeit man sich gut vorstellen kann und dessen Mitglieder sich wunderbar ergänzen.


Von mir bekommt der Thriller Red roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an den btb Verlag für dieses persönliche Leseexemplar!


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