Mein Oktober 2017–ein Monatsrückblick


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Früher, in den Anfangsmonaten, –jahren war dieser Blog buntgemischt mit Blogeinträgen zu diversen Themen, die mich beschäftigen, die ich mag, die zu meinen Hobbys zählen. Das hat sich in den letzten Monaten, Jahren irgendwie verändert. Hauptsächlich poste ich nur noch Rezensionen. Klar, das Lesen und meine Eindrücke zu den verschiedenen Büchern und Hörbüchern zu schreiben, mach ich sehr gerne. Doch eigentlich war dieser Blog nie als reiner Literaturblog gedacht. Ausflüge, Reisen, Rezepte, Handarbeiten und und und. Das sollte auch hier zu finden sein. Hauptsächlich für mich, wenn es jemanden da draußen gibt den ich damit anspreche, dann freut mich das natürlich auch! Da es aber oft zeitlich recht eng ist, hab ich mir überlegt einfach mal mit einem Monatsrückblick zu beginnen. Nicht wieviel Bücher ich gelesen, wieviel Seiten ich dabei durchgeblättert habe, einfach mal eine Art Tagebuchrückblick, was so alles außer Arbeit und Lesen meinen letzten Monat bereichert hat Smile.


Beste Aussichten: Ein Streifzug durch die aktuelle Kinder- und Jugendliteratur

IMG_20171103_123443Ich habe ja die Ausbildung zur Nebenberuflichen und Ehrenamtlichen Bibliothekarin gemacht. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, hat dies vielleicht noch in Erinnerung. Habe über diese Ausbildung mal berichtet. In Folge gibt es immer wieder interessante Fortbildungen. Das ist zum Beispiel die Leseakademie. Diese findet Bundesweit statt. Wenn dann in Innsbruck etwas passendes stattfindet bin ich gerne dabei. So etwa die alljährliche Kinder- und Jugendliteraturvermittlung von Franz Lettner & Klaus Novak. Ihre Buchauswahl finde ich immer spitze, ihre Begeisterung für die gelesenen Bücher sowieso und wie sie die Leseerlebnisse und –eindrücke dem Publikum vermitteln ist unterhaltsam. Es macht Lust die empfohlenen Titel auch weiterzuvermitteln. Neugierig geworden? Hier die Buch-Liste als PDF.

Auf der Frankfurter Buchmesse

IMG_20171103_123527Mein zweites Mal auf der FFB zusammen mit zwei lieben Kolleginnen aus der Mediathek. Diesmal nicht am Wochenende, sondern als Fachbesucherinnen. Viel entspannter kann ich nur sagen! Kein Gedränge und Geschiebe, man kann in ruhe schauen und flanieren ohne von hinten geschubst und gestoßen zu werden. Bei der ein oder anderen Veranstaltung kann es dann doch mal eng werden, so etwa bei der Kochshow von Christian Henze. Ein wirklich sympathischer Meister seines Fachs. Lachs im Ganzen gegart, einen Couscoussalat und einen Kaiserschmarren hat er zubereitet. Um die Kostproben wurde dann doch regelrecht gefightet. Den Fisch hab ich inzwischen auch zu Hause schon mal nachgemacht. Wirklich ganz schnell und einfach, in nur 20 min auf dem Tisch! Meine Interpretation reiche ich hoffentlich bald mal nach Smile. Auch Wein durften wir verkosten und am Abend zur Afterparty bevor die Tore sich schlossen. War echt ein tolles Erlebnis für alle drei von uns.

Körperzusammensetzungsanalyse

IMG_20171103_123327Seit März 2017 gehe ich nun mehrmals wöchentlich, sofern es mir möglich ist, zu Mrs. Sporty. Angefangen hat das alles nachdem mich ein Wechselschub aus der Bahn warf und ich mich unheimlich deprimiert fühlte. Die Hosen wurden alle zu eng, nachdem ich 20 Jahre immer die gleiche Kleidergröße tragen konnte. Da musste was geschehen. Ein Tag der Offenen Tür hat mich dann dazu bewogen mich bei dem Sportclub einzutragen. Ich bekam mein eigenes Programm. Bereits nach dem ersten Tag fühlte ich mich extrem gut, obwohl es schon auch anstrengend war. Inzwischen hab ich die Übungen bereits zweimal geändert, damit es nicht langweilig wird. Die letzte Körperanalyse zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin! Im März war mein Gewicht bei 73 kg, jetzt sind es 69, zwischendurch waren es schon mal 67. Das liegt aber an den Muskeln, denn Muskeln sind ja bekanntlich schwerer als Fett Smile. Meine Skelettmuskelmasse lag zu beginn bei 23,4, jetzt bei 26,4. Das ist schon ein ordentlicher Zuwachs! Meine Körperfettmasse war bei 24,4, also schon grenzwertig. Jetzt nähere ich mich dem Normalbereich, bin bei 21,3 Smile. Meine Hosen, Kleider und Röcke passen mir wieder wie vor 20 Jahren Open-mouthed smile.

Einmal am Brennermarkt

Der Brennermarkt ist legendär. Früher, als A noch nicht bei der EU war und der Brenner die Grenze nach Italien war (ja ist er heute noch, wird aber nicht mehr kontrolliert), da ist wohl die halbe Tiroler Bevölkerung auch mal zum Brennermarkt gefahren um günstig italienische Ware zu erwerben. 3 Pullover, 4 Jacken, Socken, Handschuhe, Wurst, Käse, Öl und was weis ich, wurde auf recht einfallsreiche Art an den Zöllnern vorbei ins Heilige Land Tirol geschmuggelt. Das braucht’s heute natürlich nicht mehr! Für mich war es das erste Mal, dass ich den Markt besuchte. Wurst- und Käsestände gibt es nicht sehr viele, doch die Qualität ist top. Preis-Leistung stimmen. Wer sich mit Textilien im italienischen Stil eindecken will, wird hier sicher fündig, besonders für die Damen unter uns ist reichlich vorhanden. Ich hab mich mit einer kuscheligen Mütze begnügt, denn am Brenner war es ordentlich kalt so früh morgens als die Sonne den Aufstieg über die hohen Gipfel noch nicht geschafft hatte. Echtes Italienisches Olivenöl in diversen Qualitäten bekam ich dann im Dorf und einen Abstecher ins Outlet war dann auch noch drin.#

Vom Hintersteiner See zur Walleralm

mit Tochter Nr 1. In knapp einer Stunde erreicht man über einen mehr oder weniger steilen Waldweg/Steig das Almgebiet. Besonders zu empfehlen jetzt im Herbst. Wenn sich die Wälder in ihren schönsten Farben präsentieren, die Luft klar ist und die Touristenmassen sich wieder in ihre Heimat vertschüsst haben, dann ist die Walleralm ein schönes Ziel für die ganze Familie. Für den Mittleren IMG_20171021_150309Höhenweg sollte man trittsicher und auch mal schwindelfrei sein, denn besonders das letzte Drittel durch den Wald hat es in sich. Vor allem aber sollte es trocken sein, denn man steigt auch auf abgefallenes Laub und Felsen, da kann man leicht mal ins Rutschen kommen! Sonst empfiehlt sich der leichtere Weg, dessen Ausgangspunkt am Ende des Sees liegt. Über den breiten Forstweg kommt man sicher zur Walleralm. Oben angekommen stärkten wir uns mit einem köstlichen fluffigen Kaiserschmarren, bei dem mit Eiern nicht gespart wurde. Dazu noch ein Radler, ein herrlicher Ausblick und unsere Wanderherzen waren glücklich Smile.

Robert Prosser – eine Performance

Robert Prosser stand mit seinem Roman Phantome ja auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017. Gelesen hab ich das Buch bisher nicht, aber hineingelesen, weil der Titel auch für die Bibliothek eingekauft wurde. Ich finde die Thematik interessant, hatte auch mal einen netten Kollegen aus Bosnien Herzegowina und bekam dadurch natürlich auch mit, wie es ihm und seiner Familie erging. Robert Prosser ist ein Tiroler Autor, stammt ursprünglich aus der Graffitiszene und veranstaltet zusammen mit drei anderen Künstlern die Innsbrucker Lesebühne. Er hat nicht aus Phantome vorgelesen, sondern eine Performance abgeliefert, was ich so noch nie erlebt habe. Den Text auswendig vorgetragen, mal in schnellem, mal in langsamen Tempo. Dann noch Musik dazu und ein Video mit bedrückenden Bildern aus Srebrenica und Umgebung. Soweit so gut. Dem Dargebotenen zu folgen, viel mir nicht immer leicht, muss ich zugeben, doch war es höchst interessant zu erleben. Ein Grund mehr, das Buch endlich zu lesen, um das zu verstehen, was Robert Prosser in der Alten Gerberei da inszeniert hat!

Die Krankheiten des Autos

Eine regelrechte Schockstarre hat der Mechaniker bei mir ausgelöst, als er mir das Blatt zeigte, auf dem all die Wehwehchen meines Autos aufgelistet waren. Obwohl von Wehwehchen kann da keine Rede mehr sein. Dass waren schon schwere Krankheiten, fast wie Tumore, die gestreut hatten. Da war guter Rat erst mal teuer. Zum Glück kennt Tocherkind Nr. 2 jemanden, der jemanden kennt, der Mechaniker ist und in der eigenen Garage eine private Werkstatt führt. Jetzt ist alles verarztet und ich brauch nur noch den Fleck auf der Windschutzscheibe, dann kann das Autor noch ein Jahr weiterfahren Open-mouthed smile.

Frühstück am Berg mit den Mädels

Diesmal auf der Rübezahlalm. Ein wunderschön gelegenes Alpengasthaus am Hartkaiser in Ellmau. In den Sommermonaten und im Winter wenn die Schifahrer den Berg stürmen, nicht unbedingt ein Ziel meiner Wahl. Aber jetzt im Herbst, wenn die Massen abgezogen sind und bevor der Schnee kommt und die Alm für ein paar Wochen zusperrt durchaus! In gemütlichen 50 min erreicht man die Wirtschaft von der Talstation der Hartkaiserbahn. Natürlich kann man auch die Bahn bis zur Mittelstation nutzen. Doch wir wollten uns das Frühstück ja verdienen und außerdem sind wir gut zu Fuß. Auf den Berg führt erst ein breiter Weg bevor wir auf einen schmaleren Pfad durch den Wald abbiegen. Dann noch mal steil neben der Piste bergan und schließlich ab der Mittelstation in gemütlichen 5 Minuten zum Ziel. Nach einem köstlichen Frühstück in Buffetform mit Wurst, Käse, Eierspeis, Weißwürstl und Brezen, Tee und Cappuccino, und einem herrlichen Panoramablick auf den Wilden Kaiser, die Steinberge und das Kitzbüheler Horn zurück ins Tal. Der Weg war noch steiler als der Hinweg, war aufgewühlt und gatisch. Schön kühl war’s auch durch den Wald, denn die Sonne wärmt den schattigen Waldboden nicht mehr. Trotzdem eine nette Runde, zu empfehlen wenn man gut zu Fuß ist!

Kochen in der Küchenschmiede

Kurdisch-Türkisch ist der Kochkurs zu dem ich mich bei der VHS angemeldet habe. Eine kleine feine Runde von nur 5 Leuten hat sich eingefunden. In entspannter Atmosphäre tauscht man sich aus und kocht nebenbei noch einfache aber köstliche Gerichte. Rezan, in der Türkei geboren mit kurdischen Wurzeln, lebt schon lange in Tirol, hat ihr Kochhandwerk von der Oma und Mama gelernt und zeigt uns traditionelle Gerichte die sie für ihre Familie zubereitet. Einfach, mit Zutaten die leicht zu bekommen sind, keine lange Kochzeit erfordern und jedem schmecken.  Nach getaner Schnippel-, Koch- und Abwascharbeit konnten wir Linsensuppe und Dolmar (gefüllte Melanzanie, Paprika und Zucchini) genießen! War richtig richtig köstlich!

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Mal wieder die ganze Familie um den Sonntagstisch versammelt

Privat gab es bei mir dieses Jahr einige Veränderungen, die ich hier aber nicht näher erläutern möchte. Ein sonntägliches gemeinsames Mittagessen war in den letzten Monaten nicht mehr drin. Um so schöner, dass es jetzt wieder langsam klappt und wir alle fünf uns ab und zu gemeinsam an den Tisch setzen können und Gespräche führen wie in alten Zeiten. Ich hoffe das wird es nun wieder regelmäßig geben, ohne dass es Routine wird. Denn Routine weiß man ja, kann auch ein Killer denn ein Helfer sein Smile.

  David

Judit W. Taschler, eine der besten Autorinnen des Landes, hat einen neuen Roman herausgebracht. Bereits im Vorfeld war ich gespannt auf diese Lektüre. Besonders neugierig hat sie mich dann durch ihr Interview auf der Buchmesse gemacht. Das hab ich zwar nicht live erlebt, doch die Aufzeichnung hab ich mir gegönnt. Jetzt war sie zu Gast in der neuen Tyrolia Filiale in St. Johann. Eine wirklich sympathische Autorin mit einer äußerst angenehmen Stimme. Sie hat nicht nur einige Passagen aus David vorgelesen, sondern auch aus dem Nähkästchen geplaudert. Sie mag es, wenn das Publikum ihr Fragen stellt, über ihre Bücher, ihre Herangehensweise und was weis ich noch. Eigentlich gibt es keine Frage die sie nicht beantwortet. Ihre Familie ist ihr auch sehr wichtig, das lässt sie immer wieder durchblicken. Ein sehr schönes Zuhören. Kann ich jedem nur empfehlen!






2 Gedanken zu “Mein Oktober 2017–ein Monatsrückblick

  1. Ich mag solche Rückblicke auch sehr! Selber noch mal Revue passieren lassen, was so war, manche nehmen einen dann auch mal als Mensch war, nicht nur als Bücherwurm…. Ich versuche ja auch, ab und zu mit meinem Sonntags-Sammelsurium was ganz ähnliches. Wie so ein Sonntagsplausch über dies und jenes 🙂

    Auf einen neuen Monat 🙂

    Liebe Grüße
    Bine

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