Zwischen Erde und Himmel: Abby Fabiaschi-Für immer ist die längste Zeit [Rezension]


 

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Zur Verfügung gestellt vom Fischer Verlage

AutorIn: Abby Fabiaschi

Titel: Für immer ist die längste Zeit                           Originaltitel: I Liked My Live

Genre: Roman                                                               Umfang: 365 Seiten

ISBN:  978-3-8105-2479-9                                             Paperback

Preis: € 14,99 [D] /€ 15,50 [A]

Buchinfo Verlagsseite

Leseprobe

AutorIn:

Abby Fabiaschi wurde von eigenen frühen Erfahrungen mit Verlust und Trauer zu ihrem ersten Roman inspiriert. Vor ein paar Jahren gab sie ihre Führungsposition im Technologiesektor auf, um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben und sich endlich ihren Traum vom Schreiben zu erfüllen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Connecticut und Utah. Wenn sie nicht schreibt oder sich über ihre Kinder amüsiert, liest sie gern und viel. Abby Fabiaschi engagiert sich außerdem im Vorstand einer Non-Profit-Organisation und spendet zwanzig Prozent all ihrer Nettoerlöse an Verbände, die sich für das Wohl von Frauen und Kindern weltweit einsetzen.

QUELLE: Verlagsseite


Verlagstext:

Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie – ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady – herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert. Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen.
Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt – sie ist ja auch neu hier.



Mein Eindruck:

Maddy ist tot. Scheinbar hat sie Selbstmord begangen. Während ihre Tochter Eve und ihr Mann Brady versuchen, mit dieser Tatsache klarzukommen und Antworten zu finden, befindet sich Maddy irgendwo zwischen Erde und Himmel. Auf ihrem Beobachtungsposten wird Maddy klar, dass sie ihren Lieben unbedingt helfen muss. Vater und Tochter haben nämlich keinen guten Draht zueinander und benötigen gewisse Unterstützung auf zwischenmenschlicher Ebene. Immer wieder mischt sich Maddy in die Gedanken der Beiden und schafft es so, dass sie sich langsam wieder näher kommen. 

In einem Tagebuch von Maddy hofft Brady Antworten zu finden. Und die findet er tatsächlich, allerdings anders als erwartet. Denn die Sorgen, die Maddy darin niederschrieb, öffnen ihm allmählich die Augen über ihr Seelenheil. Auch Eve blättert immer wieder darin und erkennt auch, wie es ihrer Mutter im Familienleben ergangen ist. 

Irgendwie albern, zu beten, während sich die Beweise häufen, dass ich hier festsitze bis in alle Ewigkeit, aber bitte, lieber Gott, wenn ich nicht schon vergessen bin, mach, dass heute der Tag ist, an dem ich mehr tun kann, als sie nur zu trösten.

Seite 56

In kurzweiligen Kapiteln in denen Maddy, Eve und Brady abwechselnd aus ihrer Sicht den jeweiligen Tag schildern, erhält man als Leser einen guten Einblick in die Familie. Die große Frage, hat Maddy tatsächlich Selbstmord begangen, zweifelt man als Leser schon recht früh an. Durch hingeworfene Brocken aus Maddys Sicht, verstärtk sich diese Meinung immer mehr. Auch wenn sie als Ehefrau und Mutter nicht recht glücklich schien, konnte ich mir diesen entgültigen Schritt von ihr nicht vorstellen.

Schön fand ich die Tagebucheinträge von Maddy. Sie waren witzig, ernst und manchmal auch verzweifelt. Ich konnte mir gut vorstellen, wie Maddy abends darin schrieb und den vergangen Tag in Worte fasste. Besonders gefiel mir aber die Vorstellung, dass sie von dort wo sie während der Geschichte war, die Menschen irgendwie leitete. Nicht nur Eve und Brady, auch ihre Schwester, ihre beste Freundin und Rory, Eves Nachhilfelehrerin. Eine nette und tröstliche Vorstellung.

Auch wenn die Geschichte natürlich einen traurigen Hintergrund hat, ist sie auch witzig. Eve, die aufsässige Teenagertochter, legt manchmal einen Sarkasmus an den Tag, da muss man, trotz des Ernstes einfach schmunzeln. Brady mag kein schlechter Kerl sein, aber als Ehemann taugte er nur bedingt. 

Besonders gut gefallen hat mir auch die Cover Gestaltung. Auch wenn man dahinter nicht so eine Geschichte vermuten würde. Die Haptik finde ich auch sehr schön. Ich mag es, wenn man ein Buch in den Händen hällt und einzelne Segmente fühlen kann!

Mein Fazit:

Für immer ist die längste Zeit ist ein netter Roman für zwischendurch, der durchaus etwas nachhallt. Es war schön mitzuerleben wie sich Eve und Brady entwickeln und merkten, dass eine Mutter und Hausfrau eben nicht nur das ist. Sondern ein Mensch mit Bedürfnissen, der nicht nur für das Wohl der Familie zuständig ist, dem man auch selber mal Anerkennung zollen sollte. Leider ist ihnen das erst zu spät bewusst geworden. Doch die Lebenden können das ja noch ändern. Und genau da hackte es für mich persönlich in der bis dahin gut durchdachten Geschichte. Denn das Ende ist für mich zu sehr ein romantisches Happy End. Nicht, dass mir solch Happy Ends gefallen würden, für die Geschichte hätte ich das aber doch nicht noch gebraucht!


Von mir bekommt der Roman wlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.png von wlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.png.

Das Buch habe ich auf  lb-logo.png  im Rahmen der Fischer Leserunde gewonnen.

Herzlichen Dank an den Verlag und an Lovelybooks dafür!

 

 

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