Was ist wirklich passiert?: Clair Douglas-Missing [Rezension]


Missing Niemand sagt die ganze Wahrheit von Claire Douglas

Zur Verfügung gestellt vom Penguin Verlag

AutorIn: Clair Douglas

Titel: Missing: Niemand sagt die ganze Wahrheit  

Originaltitel: Local Girl Missing

Thriller                                                                         Umfang: 448 Seiten

ISBN:    978-3-328-10169-7                                       Hardcover

Preis: € 13,00 [D] /€ 13,40 [A] / 18,90 [sFr]

Auch als ebook erhältlich.

Buchinfo Verlagsseite

Leseprobe

 

AutorIn:

Claire Douglas arbeitete 15 Jahre lang als Journalistin, bevor sich ihr Kindheitstraum, Schriftstellerin zu werden, erfüllte. Ihr Thriller »Missing« wurde in England zum Bestseller. Claire Douglas lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Bath, England.


Verlagstext:

Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen.

Francesca und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Francesca weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und endlich Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund …


Mein Eindruck:

An einem tristen Nachmittag, kurz nach dem Mittagessen, erfahre ich endlich, dass du tot bist. 

Seite 9

Was für ein Einstieg. Ein Satz genügt um sich schon mal Gedanken über diese Person zu machen, der diese Worte gelten, aber natürlich auch über die Person, welche diese Worte ausspricht.  
 
Frankie und Sophie könnten wohl unterschiedlicher nicht sein. Die eine aus gutem Hause, gutaussehend bereits im Jugendalter, verwöhnt, die es gewohnt ist zu bekommen was sie will. Die andere aus einfachen Verhältnissen, ein Mauerblümchen, das sich immer nach den Wünschen der anderen richtet. Bis zu dem verhängnisvollen Sommer 1997. Seit sich die Freundinnen das letzte Mal gesehen haben, sind einige Jahre vergangen. Sophie ist zu einer schönen jungen Frau herangewachsen. Man merkt gleich, dass Frankie das nicht so recht passt. Plötzlich ist sie nicht mehr konkurrenzlos. Als auch noch der eine Mann, der nicht Frankies Reizen erliegt, mit Sophie anbandelt, kommt ihr wahrer Charakter zum Vorschein. Sie tut alles um Sophie diesen Mann auszureden. Denn Frankie übt nach wie vor einen großen Einfluss auf Sophie aus. Nutzt ihre Unsicherheit aus, um sie weiterhin unter ihrer Fuchtel zu halten. Dann verschwindet Sophie auf dem maroden Pier. 
Zwanzig Jahre später, meldet sich David, Sophies Bruder, bei Frankie und bittet sie, an den Ort des Geschehens zurückzukehren, denn es wurden Leichenteile aus dem Meer gezogen…..
Mit dem Anruf des Bruders bei Frankie steigt man also in den Roman ein. Bereits auf diesen ersten Seiten stellen sich bei mir als Leser einige Fragen. Wie bereits erwähnt macht man sich Gedanken über die beteiligten Personen, über das Geschehene und natürlich über Frankies und Sophies Freundschaft.
Die Handlung ist als zeitlicher Ablauf im Hier und Jetzt konstruiert. Hat etwas Mysteriöses, manchmal auch kurze Gruselmomente. Denn offenbar ist Frankie jemand nicht Wohlgesinnt. Die Stimmung wird durch die düstere unfreundliche Jahreszeit noch verschärft, sorgt für gute Spannung. Was der Handlung wirklich gut tut, persönlich hätte mir sonst das gewisse Kribbeln doch gefehlt. Geschickt streut die Autorin Krümel, die Fragen aufwerfen, auf die man nicht wirlich Antworten hat. Zumindest keine konkreten. Es ist ein regelrechtes Verwirrspiel.
Ich dachte, es würde Spaß machen, mit Frankie zu arbeiten, aber seit letzter Woche hat sie kaum mehr mit mir gesprochen.
Seite 166
Einblicke in das Geschehen von damals liefert Sophies Sichtweise, die in Form von Tagebucheinträgen in die Handlung mit einfließen. Nach und nach wird alles immer klarer und man hat das Gefühl der Wahrheit auf die Schliche gekommen zu sein. Doch am Ende stellt sich alles ganz anders dar. Überraschend und gut durchdacht!
Claire Douglas verleitet durch ihren flüssigen Schreibstil nur so über die Seiten zu fliegen. Das sollte man aber doch tunlichst unterlassen, das habe ich dann doch recht bald gemerkt. Immer wieder versteckt sie Aussagen oder mögliche Hinweise auf das einst Geschehene. Gut durchdachte Charaktere, eine dustere Stimmung am Meer und mysteriöse Vorkommnisse sorgen für eine gute Spannung. 

Mein Fazit

Missing ist nicht wirklich ein kongenialer Pageturner, aber er bot mir persönlich unterhaltsame Lesemomente. Die vielen Fragen sorgten für Neugierde und natürlich auch den Wunsch zu erfahren, ob ich mit meinen Gedankengängen richtig lag. Es ist zwar kein Buch, das einen regelrecht in den Bann zieht, aber man hat zumindest eine gute Leseunterhaltung erhalten.

Ähnliche Spannungsromane sind zum Beispiel „Locked in„, „Tick Tack – Wie lange kannst du lügen„. Mag man diese Art der Spannungsliteratur, dann ist Missing – Niemand sagt die ganze Wahrheit auch das passende Genre.


Von mir bekommt der Thriller wlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.png von wlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.pngwlEmoticon-redrose.png.
Herzlichen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

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